Das geologische und historische Fundament in Tulling
Jedes technische System braucht ein stabiles Fundament – im Fall des Bundlechner SmartGrids wurzelt dieses Fundament tief in der Geschichte des Anwesens „beim Schneider“ in Tulling (Gemeinde Steinhöring). Die Betrachtung der lokalen Historie schlägt eine Brücke von den Urkräften der Natur zur modernen, autarken Hausautomation.
I. Geologie & Eiszeit (Vor ca. 20.000 bis 12.000 Jahren)
- Kirchseeoner Stadium: Das Anwesen liegt auf eiszeitlichem Terrain, das einst unter einer über 200 Meter dicken Eisdecke des Inn-Gletschers lag. Der Gletscher transportierte den 200 Tonnen schweren Findling („Stua“) als blinden Passagier von Kramsach (Tirol) bis nach Edling.
- Bodenbeschaffenheit: Die Schmelzwasserphasen hinterließen eine Endmoräne aus alpinem Geschiebe, Sand und stark wasserundurchlässigem Gletscherton – ein prägender Faktor für Erdarbeiten, Fundamente und den späteren Bau der Wärmepumpen-Anlage.
II. Prähistorie, Antike & Bajuwaren
Bereits vor Jahrtausenden war der Raum besiedelt: Die Einwanderung der Jamnaja-Kultur aus den Steppen nördlich des Kaukasus brachte vor rund 5.000 Jahren die indoeuropäische Ursprache und das Rad in die Region. Nach den Kelten (Vindeliker) errichteten die Römer auf der sicheren Moränenkante höchstwahrscheinlich eine Villa Rustica eines Verwalters namens Tullius.
Um ca. 500 n. Chr. übernahmen die Bajuwaren bei ihrer Verschmelzung den Namen des Gutshofs (Tullius) und hängten das bayerische Suffix „-ing“ an – die Geburtsstunde von Tulling.
III. Die Ära Bundlechner ab 1906
Urkundlich und durch die Hofchronik nachweisbar wird das Anwesen „beim Schneider“ seit Jahrhunderten geprägt. Seit dem Jahr 1906 schreibt die Familie Bundlechner die Geschichte dieses Hofes fort – heute verbunden mit dem Anspruch, Tradition, nachhaltiges Leben und smarte, langlebige Technik nahtlos miteinander zu verknüpfen.
IV. Das Öl-Zeitalter (1972–2025) & Die vollständige Elektrifizierung
Ein prägendes Kapitel der jüngeren Hofgeschichte begann 1972 mit dem Einbau der Zentral-Ölheizung, die über fünf Jahrzehnte zuverlässig ihren Dienst tat – bis im Dezember 2025 das Ende dieser Ära besiegelt wurde. Parallel dazu wurden konsequent alle Verbrenner aus dem Bestand verabschiedet: Weder Dieselfahrzeuge noch Benziner wie der klassische Benzin-Rasenmäher fanden auf dem Hof noch Platz.
Seit 2026 ist das gesamte Anwesen vollständig elektrizifiziert. Der Umstieg auf modernste Wärmepumpen-Technologie und Elektromobilität in Kombination mit dem lokalen SmartGrid markiert den logischen und zukunftsweisenden Schritt in eine autarke, ressourcenschonende Zukunft.